Aufklärung zur Parodontitisbehandlung in Scharbeutz

Parodontitis und Parodontose behandeln am Bürgerhaus in Scharbeutz

Gemeint ist beides Mal dieselbe Erkrankung. Der Halteapparat der Zähne wird abgebaut, also Zahnfleisch, Fasern und Knochen. Parodontose ist der ältere Begriff, der im Alltag geblieben ist. Die medizinisch genauere Bezeichnung lautet Parodontitis, weil die Endung auf die Entzündung hinweist, die den Abbau antreibt. Beide Wörter sind gebräuchlich, und wir benutzen beide.

Parodontitis, was ist das medizinisch genau: eine bakteriell ausgelöste Entzündung des Zahnhalteapparats, die Knochen abbaut und dabei über Jahre kaum weh tut. Die häufigste Form ist die chronische Parodontitis mit langsamem Verlauf. Bei jüngeren Patienten kommt die aggressive Parodontitis vor, die schneller abbaut und engere Kontrollabstände braucht.

Ein Punkt wird oft verwechselt. Die apikale Parodontitis hat mit dem Zahnfleisch nichts zu tun. Sie sitzt an der Wurzelspitze, entsteht aus einem entzündeten Zahnnerv und wird mit einer Wurzelbehandlung versorgt, nicht mit einer Parodontitistherapie. Wenn Sie den Begriff auf einem Befund gelesen haben, geht es um den Zahn von innen.

Gesundes Zahnfleisch liegt am Zahn an wie eine Manschette, blassrosa und fest. Sammelt sich am Zahnfleischsaum Belag, entsteht zuerst eine Zahnfleischentzündung. Parodontitis heißt sie noch nicht, denn in diesem Stadium ist der Schaden vollständig umkehrbar: Belag weg, Entzündung weg.

Bleibt der Belag, wandert er unter den Zahnfleischsaum und verhärtet dort. Die Manschette löst sich vom Zahn, und zwischen beiden entsteht eine Zahnfleischtasche. In ihr ist es warm, feucht und sauerstoffarm, also genau das, was die schädlichen Bakterien brauchen. In solche Zahnfleischtaschen kommt keine Zahnbürste mehr hinein.

Was jetzt verloren geht, ist der Knochen unter dem Zahnfleisch. Der sichtbare Zahnfleischrückgang ist nur die Oberfläche davon. Deshalb wird bei den KüstenZahnärzten nicht geschaut, sondern gemessen: Die Tiefe der Tasche sagt, wie weit der Abbau ist. Das Ziel der Behandlung heißt auch bei Parodontitis gesundes Zahnfleisch, und es ist erreichbar, solange genug Knochen steht.

Zahnfleisch in der Nahaufnahme bei Parodontitis

Ehrlich beantwortet: nein, jedenfalls nicht in dem Sinn, dass die Erkrankung danach weg wäre. Parodontitis heilen im Wortsinn heißt, verlorenen Knochen zurückzubekommen, und das passiert nicht von selbst. Der Verlauf lässt sich aber stabilisieren, und zwar zuverlässig. Nach der Behandlung geht die Entzündung zurück, die Taschen werden flacher, und bei regelmäßiger Nachsorge bleibt der Befund über Jahre ruhig.

Ob Parodontose heilbar ist, wird genauso oft gefragt, und die Antwort ist dieselbe. Nützlicher als die Frage nach Heilung ist die nach dem Stillstand. Fortgeschrittene Parodontose heilen ist nicht möglich, zum Stillstand bringen dagegen schon, und zwar auch bei tiefen Taschen und deutlichem Knochenverlust.

Was passiert, wenn nichts passiert: Die Taschen werden tiefer, der Knochen weniger, die Zähne lockerer. Am Ende einer langen unbehandelten Strecke steht Zahnverlust. Der Weg dahin dauert allerdings Jahre und lässt sich an jedem Punkt unterbrechen. Die Vorstellung, dass man bei Parodontitis alle Zähne ziehen muss, stammt aus einer Zeit vor der systematischen Nachsorge.

Zur Parodontitis Lebenserwartung, nach der viel gesucht wird: Eine Zahnfleischerkrankung verkürzt kein Leben. Was die Forschung beschreibt, sind Zusammenhänge zwischen chronischen Entzündungen im Mund und Erkrankungen im übrigen Körper, vor allem bei Diabetes und Herz-Kreislauf. Zusammenhang heißt nicht Ursache, und niemand kann Ihnen aus einem Zahnfleischbefund eine Prognose ableiten. Was sich sagen lässt: Eine behandelte Entzündung ist besser als eine unbehandelte, im Mund wie sonst überall.

  1. Anfärben. Der Belag wird sichtbar gemacht. Sie sehen selbst, wo er sitzt, und das ist gleichzeitig die Putzberatung, weil die Stellen bei fast allen dieselben sind.
  2. Befund und Aufklärung. Sondierungstiefen, Blutungspunkte, Röntgen. Danach wissen Sie, wie viele Zähne betroffen sind und wie tief.
  3. Reinigung oberhalb des Zahnfleischs. AIRFLOW löst weichen Belag und Verfärbungen mit einem Pulver-Wasser-Strahl, PIEZON entfernt harte Auflagerungen.
  4. Reinigung in den Taschen. Hier arbeitet PERIOFLOW. Der Aufsatz führt einen weichen Pulverstrahl bis in die Tiefe der Tasche, ohne die Wurzeloberfläche zu bearbeiten wie ein Handinstrument. Dazu kommen, wo nötig, feine Instrumente unter örtlicher Betäubung. Der Fachbegriff dafür ist geschlossene Parodontitis-Behandlung, weil das Zahnfleisch dabei nicht aufgeklappt wird.
  5. Kontrolle nach der Heilung. Sechs bis acht Wochen später wird neu gemessen. Erst dieser zweite Befund sagt, ob es gereicht hat.
  6. Recall. Der Abstand für die Nachsorge wird festgelegt, meist drei bis sechs Monate, bei schnellem Verlauf enger.

Ist die Parodontitis Behandlung schmerzhaft? In den Taschen wird örtlich betäubt, oberhalb des Zahnfleischs braucht es das meist nicht. Was viele als unangenehm erinnern, stammt aus der Zeit vor den Pulverstrahlgeräten. Zur Parodontitis Behandlung Dauer: Der Reinigungsteil verteilt sich je nach Umfang auf ein bis zwei Sitzungen von etwa einer Stunde, und zwischen Behandlung und Kontrolle liegen sechs bis acht Wochen, in denen das Gewebe schrumpft und wieder anwächst.

Was hilft gegen Parodontose? Die Reinigung der Taschen, und nichts sonst. Antibiotika: Parodontose lässt sich damit nicht behandeln, weil ein Medikament den Biofilm nicht aus der Tasche holt. Wir setzen sie gezielt bei rasch fortschreitenden Verlaufsformen ein und nie als Ersatz für die Reinigung. Ein neues Mittel gegen Parodontose, das die Reinigung ersetzt, gibt es nicht, weder als Tablette noch als Spülung. Zur Laserbehandlung: Parodontitis wird damit nach heutiger Datenlage nicht besser, und wir setzen am Standort weder Laser noch photodynamische Therapie ein.

Reicht das geschlossene Vorgehen an einzelnen Stellen nicht aus, folgt ein offener Schritt. Bei einer Parodontitis Operation wird das Zahnfleisch auf einem kleinen Abschnitt gelöst, die Wurzel unter Sicht gereinigt und alles wieder verschlossen. Dafür steht eines unserer vier Behandlungszimmer mit eigener chirurgischer Ausstattung bereit, und wo ein Eingriff darüber hinausgeht, arbeiten wir mit einer oralchirurgischen Praxis in 300 Metern Entfernung zusammen.

Was tun bei Parodontose, solange der Termin noch aussteht? Weiterputzen, auch wenn es blutet, denn liegen gebliebener Belag verhärtet innerhalb weniger Tage. Und was tun bei Parodontitis, wenn ein Zahn schon wackelt? Dann wird er zuerst stabilisiert und der Befund abgewartet, bevor über das Ziehen gesprochen wird. Zähne, die vor zehn Jahren als verloren galten, lassen sich heute oft halten. Vor jedem weitergehenden Eingriff holen wir eine zweite Meinung aus dem eigenen Behandlerteam ein, ohne dass Sie dafür einen zweiten Termin brauchen.

Parodontosebehandlung bei den KüstenZahnärzten in Scharbeutz

Bei gesetzlich Versicherten trägt die Krankenkasse die Parodontose Behandlung, wenn der Befund die Voraussetzungen erfüllt. Der Parodontitis Behandlungsplan geht dafür vorher an die Kasse und wird genehmigt, das übernehmen wir. Auch die Nachsorge ist in festgelegten Abständen Kassenleistung, über einen Zeitraum von zwei Jahren nach der Behandlung.

Parodontose Behandlung Kosten entstehen darüber hinaus dort, wo etwas über diesen Rahmen hinausgeht, etwa bei einem chirurgischen Eingriff an einzelnen Zähnen oder wenn Knochen aufgebaut wird. Ob bei Ihnen etwas davon anfällt, besprechen wir vorher und nicht beim Blick auf die Rechnung.

Welche Parodontitis Kosten am Ende auf Sie zukommen, steht im Heil- und Kostenplan, bevor wir anfangen. Bei privater Versicherung hängt die Erstattung vom Tarif ab, das klären wir vorab mit Ihnen. Ob eine Zahnzusatzversicherung Parodontose einschließt, steht ebenfalls im Tarif und ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Für größere Beträge, etwa bei Zahnersatz nach einer Parodontitis, läuft eine Ratenfinanzierung über das Deutsche Zahnärztliche Rechenzentrum.

Manchmal steht ein Zahn so weit außerhalb des Knochens, dass er nicht zu retten ist. Dann wird er entfernt, nachdem die Entzündung behandelt ist, denn in ruhigem Gewebe heilt die Wunde besser. Vorher wird geprüft, ob er sich noch halten lässt: Ein lockerer Zahn lässt sich mit den Nachbarzähnen verbinden, diese Parodontitis Schienung nimmt ihm die Belastung beim Kauen.

Was danach kommt, entscheidet der Befund. Eine Lücke im Seitenzahnbereich lässt sich mit einer Brücke schließen oder mit einem Zahnimplantat versorgen, wobei ein Implantat gesunden Knochen braucht und deshalb nach einer Parodontitis besonders sorgfältig geplant wird. Fehlen am Ende mehrere Zähne im Kiefer, ist festsitzender Zahnersatz auf Implantaten eine der Möglichkeiten. Wer damit lebt, braucht danach dieselbe Nachsorge wie mit eigenen Zähnen, denn auch um ein Implantat kann sich das Gewebe entzünden. Welche Versorgungen infrage kommen, steht auf unserer Übersicht zum Zahnersatz.

Gefertigt wird der Ersatz in unserem eigenen zahntechnischen Meisterlabor, auf Wunsch metallfrei; für anspruchsvolle Fälle kommen die Meistertechniker zu uns nach Scharbeutz. Das ist an dieser Stelle mehr als eine Materialfrage: Ein Rand, der exakt sitzt, sammelt weniger Belag, und genau darum geht es nach einer Parodontitis.

Blutendes Zahnfleisch ist kein Notfall, geht aber nicht von selbst weg. Ein Befundtermin bei Ihrem Zahnarzt in Scharbeutz klärt, ob es bei einer Entzündung geblieben ist oder ob schon Knochen fehlt.

Für den Termin genügt ein Anruf unter 04503 74245, online geht es über Doctolib. Bei akuten Beschwerden halten wir täglich Zeiten frei und sehen Sie am selben Tag.

Sie finden uns mitten im Ortszentrum von Scharbeutz, Am Bürgerhaus 1. Die Bushaltestelle Am Bürgerhaus liegt direkt vor der Tür, Linien 40 und 522, der Bahnhof drei Gehminuten entfernt. Für Patientinnen und Patienten aus Ostholstein zählt das, weil die Nachsorge über Jahre regelmäßige Wege bedeutet.

Parodontose-Behandlung mit Guided Biofilm Therapy in Scharbeutz